Die Berner Münster-Stiftung und der Förderverein des Berner Münsters freuen sich, einen Vortrag von Yurii Prepodobnyi, Lwiw (Ukraine), im Berner Münster ankündigen zu können:
«The digitalisation of Ukraine’s cultural heritage during the war: from emergency aid to a centralised future for 3D data.»
«Die Digitalisierung des kulturellen Erbes in der Ukraine während des Krieges: Von der Soforthilfe hin zu einer zentralisierten Zukunft für 3D-Daten»
Yurii Prepodobnyi, Lwiw (Ukraine)
Öffentlicher Vortrag:
Donnerstag 30. April 2026, 19.00 Uhr im Berner Münster
Eintritt frei, ohne Voranmeldung.
Der Vortrag findet in Englisch statt.
In seiner Präsentation stellt Yurii Prepodobnyi seine Erfahrungen bei der Digitalisierung sakraler Architektur und anderer Monumente in der Ukraine vor.
Seit 2022 werden in der Ukraine Notfall-3D-Scans und von mittlerweile über 100 Denkmälern angefertigt. Dies unter anderem in Zusammenarbeit mit dem europäischen Dombaumeisterverein und im Besonderen der Dombauhütte St. Stephan in Wien. Als Pilotprojekt wurde die Sophienkathedrale in Kiew (Kyiv-Pechersk Lavra), Unesco-Weltkulturerbe und mehr als 1000 Jahre alt, ausgewählt. Die Arbeiten von SKEIRON haben sich seit 2022 grundlegend verändert - insbesondere durch eine erhebliche Ausweitung des Umfangs. Im Vortrag wird auf die dringende Notwendigkeit von Notfall-3D-Scans von Denkmälern in der Ukraine eingegangen. Ausserdem wird ein Konzept für die Schaffung einer zentralen, einfachen und benutzerfreundlichen Digitalisierungsdatenbank vorgestellt, die den Zugriff auf die erforderlichen Informationen mit nur wenigen Klicks ermöglicht.
Yurii Prepodobnyi ist Mitbegründer von SKEIRON.LLC und Experte auf dem Gebiet der Digitalisierung von Baudenkmälern. Geboren in Lemberg, der Kulturhauptstadt der Ukraine, widmete er seine berufliche Laufbahn der Erhaltung des architektonischen Erbes. Yurii Prepodobnyi leitete die Initiative „#SaveUkrainianHeritage“, die seit Beginn des umfassenden Krieges Dutzende von Stätten gescannt hat. Für seinen Einsatz zum Schutz des gemeinsamen kulturellen Erbes der Ukraine und Polens während der russischen Aggression erhielt er eine Auszeichnung vom polnischen Kulturminister. Er hat einen Master-Abschluss in „Geodäsie und Landmanagement“ von der Nationalen Polytechnischen Universität Lemberg.